Gelebter Brauchtum, DANKE! Kirchberg-Reith

Gelebter Brauchtum, DANKE!

Seit 2011 gehen die Kirchberger Trachtler und die Landjugend Kirchberg miteinander „Oiwarafohn“.

Der Obmann Herwig Neumayr und die Geschäftsführerin Helene Öttl vom Sozial- und Gesundheitssprengel Kirchberg – Reith durften am 10.11. die sagenhafte Spende von € 1000,- entgegennehmen, die von den Oiwarafohrern in 2 Jahren gesammelt wurde.

Mit dabei waren:

Vom Trachtenverein Kirchberg:

Christian Unterguggenberger (Pendl) der heuer sein 30stes Jubiläum als Oiwarafohrer hatte, sowie Alex Köck, Franz Kals, Sepp Hochkogler, Thomas Aufschnaiter und Johannes Schwabl.

Als Organisatorin Rosi Schießl / Obfrau vom Trachtenverein Kirchberg und Hans Schießl als Fotograf

Von der Landjugend Kirchberg:

Thomas Kogler/Obmann der Landjugend Kirchberg, Hannes Reiter, Michael Wallner, Michael Hetzenauer, Thomas Hochkogler.

ALLEN EIN HERZLICHES VERGELT`S GOTT!

 

Das "Almererfahren" oder „Oiwaraleitn“ oder "Martinsgstampf"

 

Mit dem Festtag des Hl. Martin am 11. November verbindet man das „Martiniganslessen“ oder die Laternenumzüge der Kinder. Im Tiroler Unterinntal hat sich jedoch ein Brauch erhalten, der in enger Verbindung mit alten Volksglaubensvorstellungen steht und regionales Sagengut bildlich umzusetzen versteht.

Die Rede ist vom Brauch des „Almererfahrens“ bzw. des „Oiwaraleitn“ (läuten mit Kuhglocken), das vereinzelt noch im Raum Kitzbühel ausgeübt wird. Dieses unheimliche Treiben ist kein herkömmlicher „Schaubrauch“ – der genaue Brauchtermin ist am Vorabend des Martinitages, also der 10.November, da ziehen (bzw. fahren) die Burschen mit Schellengeläut durch den Ort, besonders häufig jedoch in abgelegene Weiler. Dort machen sie bei den Bauernhöfen Halt, erschrecken die (weiblichen) Hofbewohner und werden anschließend bewirtet. -----------------

 

Der Ursprung dieses Brauches geht auf eine Volksglaubensvorstellung zurück: der „Almerer“, „Alberer“ oder „Wilde Ochsner“ ist ein Senner, der als Geist erst Wochen nach der üblichen Almabfahrt („Verlassen der Alm“) ins Dorf zurückkehren darf. Als Strafe für sein verfehltes Leben, für seine auf der Alm begangenen Sünden, muss er nach dem Tod als unheimliche Gestalt und mit viel Krawall umgehen. Diese Volksglaubensvorstellung findet man besonders in jenen Regionen, in denen es viele von Männern (Sennern) bewirtschaftete Almen gab.

Als theatralische Inszenierung wurde diese Sagengestalt im Laufe der Zeit im Brauchtum verankert. Das unheimliche Treiben in den dunklen Novembernächten war und ist vor allem Angelegenheit der örtlichen Burschenschaft. Der Brauchtermin am Martinivorabend hat seinen Grund – handelt es sich doch bei Martini um einen traditionellen Bauernfesttag mit dem man das sommerliche Arbeitsjahr (und damit das Almleben) endgültig abschloss.

 

Organisatoren vom Trachtenverein und seit Jahren immer dabei:

Christian Unterguggenberger / Pendl  (seit 1986)

Alexander Köck

 

Seit 2011 gehen die Männer vom Trachtenverein mit der Landjugend gemeinsam

            bzw. sie beginnen zusammen und hören zusammen wieder auf.

 

Die Trachtler gehen, beim Sozialzentrum beginnend im Dorf – Stöcklfeld – Bahnhofstraße (Verpflegung bei Lydia Rettenwander) – Kalswirt / Servus – Hauptstraße – Reithergasse – Arena 365 – Kitzbühelerstr. bis Angelika Rettenwander (Verpflegung) – Kitzbühelerstr. wieder zurück ins Dorf – Bechlwirt- dann Treffpunkt mit der LJ im Servus – gemeinsam geht’s dann ins Spertental.

 

Die Landjugend besucht nach dem Sozialzentrum die Bauern am Sonnberg.

 

Ende ist um 24 Uhr

 

Almererfahren 1986:

Almererfahren 2004:

Almererfahren 2005:

Almererfahren 2010:

Almererfahren 2012:

Almererfahren 2015

 

 

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